8. Lüneburger Museumsnacht

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8. Lüneburger Museumsnacht

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Geschichten und Geschichte erleben... in Lüneburg

Geschichten und Geschichte erleben - davon konnten Lüneburger und Besucher aus Nah und Fern, am Samstag, 19. Mai 2007, bei der 8. Lüneburger Museumsnacht nicht genug bekommen. Schon zum achten Mal in Folge platzten die Museen aus allen Nähten und in der Stadt brummte und summte es wie in einem Bienenstock.
In diesem Jahr wurde wieder einmal ein neuer Besucherrekord aufgestellt. An die 8000 Gäste, darunter auffällig viele Kinder, machten einen Rundgang durch die Stadt und bummelten von einem zum anderen Museum.

Das vielfältige Angebot hielt für jeden Geschmack etwas bereit und war die Voraussetzung dafür, dass sich Alt und Jung trafen, um Spannendes zu erleben, Wissenswertes zu erfahren und viel Spaß miteinander zu haben. Bei strahlend blauem Himmel, begegneten wir begeisterten Gesichtern und erlebten einen munteren und fröhlichen Austausch über das Erlebte.
Einige Impressionen des Abends:

Zum zweiten Mal öffnete die Ratsbücherei zur Museumsnacht ihre Türen und präsentierte echte Schätze wie z.B. den Sachsenspiegel, den Schwabenspiegel und Sternsche Bibeln. Staunend lauschten sehr interessierte Besucher den Erläuterungen dazu. Klaus Judel erkärte und zeigte Arbeiten zum Buchbinden und Buchdruck und trug dazu bei, dass die Gäste sehr viel über die Entstehung und die Bedeutung alter Bücher erfuhren.

Ein nicht wegzudenkender Klassiker, die "The Madrigal Minstrel Four", bezauberten ihr Publikum im historischen Rathaus mit vierstimmigem A-Capella-Gesang. In hand- und maßgeschneiderten Originalkostümen sangen sie alte Melodien aus dem späten Mittelalter und der Renaissance.
Geschichten und Geschichte erfuhren die Besucher nicht nur in der Ratsbücherei
Geschichten und Geschichte erfuhren
die Besucher nicht nur in der Ratsbücherei
Mit viel Engagement erzählten Rathausführer Wissenswertes über das historische Lüneburger Rathaus. Detailreich und unermüdlich beantworteten Sie die vielen Fragen der Besucher.
Mutzi und Putzi, zwei Waschbären aus dem Wildpark Nindorf hielten ihre Pfleger auf Trab
Mutzi und Putzi, zwei Waschbären aus dem Wildpark Nindorf hielten ihre Pfleger auf Trab
Auch die "Bierverkostung" im Brauereimuseum und die Einweisung in das Geheimnis des Bierbrauens, waren ein voller Erfolg.

Richie und Mutzi, zwei Waschbären aus dem Wildpark Nindorf, gehörten zu den heimlichen Stars dieser Museumsnacht. Im Naturmuseum zeigten Sie sich neugierig den begeisterten Kindern. Tanja Askani berichtete vom Schicksal dieser putzigen Tiere:
"Sie wurden, als sie ca. sechs Wochen alt waren, von der Straße aufgelesen. Die beiden kleinen Waschbären waren anfangs sehr verängstigt und mussten mit viel Liebe und Sorgfalt langsam aufgepäppelt werden. Jetzt sind sie ein Jahr alt - und putzmunter."
Nicht nur das Naturmuseum war auch dieses Jahr wieder ein Highlight für Kinder. Während der Nachwuchs sich im Bogenschießen im Wandrahmpark vor dem Museum für das Fürstentum Lüneburg übte, konnten die Eltern sich dort ganz entspannt niederlassen und bei Kaffee, Bier oder Wein schön entspannen. Im Museum führte ein Leuchtpfad durch die vielen verwinkelten Räume und präsentierte so besondere Schätze des Hauses.
Etwas turbulenter ging es im Ostpreußischen Landesmuseum zu. Dort genossen die Großen feurige Zigeunermusik des Musiktheaters "Terno" aus Polen, während sich die Kleinen im 2. Obergeschoss der Bildhauerei hingaben - und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Sie hämmerten, rieben und schliffen was das Zeug hielt, als würde es sich um einen Wettbewerb handeln und präsentierten dann ganz stolz ihr Werk der Mutter und riefen: "Mami, Mami, in welches Museum gehen wir als nächstes?"
Die Bildhauerwerkstatt im Ostpreußischen Landesmuseum kam sehr gut an
Die Bildhauerwerkstatt im Ostpreußischen Landesmuseum kam sehr gut an
Großen Anklang erhielten zwei neue Sonderausstellungen: Im Museum für das Fürstentum Lüneburg begeisterte die Ausstellung "Portrait einer Stadt - Lüneburg in Photographien um 1870" die Besucher und im Salzmuseum die Ausstellung "So schön war die Zeitů? 50er Jahre - Alltagkultur in Lüneburg".
Lüneburger Stadtführer spielten das Stück Das versalzene Erbe
Lüneburger Stadtführer spielten
das Stück "Das versalzene Erbe"
Das Salzmuseum stand auch sonst an diesem Abend ganz im Zeichen der 50er Jahre: Spiele, Filme, ein Karussell, eine Dampforgel, sowie Musik aus den 50er Jahren, katapultierten uns mit Rock'n'Roll und Hula-Hup-Vorführungen in diese Zeit zurück.

Nicht mehr aus dem Programm der Lüneburger Museumsnacht wegzudenken sind die Geschichten, die uns das Theater Rampenlicht und die Lüneburger Stadtführer zu erzählen hatten. Zum dritten Mal boten beide Theatergruppen kurzweiliges Vergnügen unter freiem Himmel an.

Auf dem Johann Sebastian Bach Platz spielten die Stadtführer in gotischen Gewändern das Stück "Das versalzene Erbe" - Ein unterhaltsames Lüneburger Märchen.
Das Theater Rampenlicht erklärte den Zuschauern auf dem Marktplatz, vor dem historischen Rathaus, die Geschichte Lüneburgs: "Salzsau-Geschichten". In kleinen, witzigen Szenen wurden die wichtigsten Eckdaten der Stadt erläutert.
Nach einjähriger Pause bereicherte dieses Jahr wieder das Kloster Lüne mit einem umfangreichen Programm die Museumsnacht. Im Kloster und in den Gärten drum herum herrschte eine einmalige Atmosphäre.
Die Organisatoren hatten wieder etwas Wundervolles aus diesem Ort gemacht. Wolfgang Graemer war auch dieses Jahr für die Lichtinstallationen verantwortlich und verwandelte Klostermauern, Hof und Kräutergarten in eine geheimnisvolle Welt, die die Gäste verzückten.

Rotraut Kahle erläuterte Wissenswertes über die Kleidung von Äbtissinnen. Webvorführungen und ganz viel Musik drinnen und draußen machten den Klosterbesuch zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Lichtinstallationen verwandelten das Kloster Lüne in eine geheimnisvolle Welt
Lichtinstallationen verwandelten das Kloster Lüne in eine geheimnisvolle Welt
Die Lüneburger Museumsnacht ist nach wie vor eine sehr beliebte Veranstaltung bei Groß und Klein. "Ich bin seit 44 Jahren in Lüneburg, und finde es toll, was die Stadt macht, das ist auch wichtig für die Jugend", sagte eine Museumsnachtbesucherin und drückte damit aus, was den Erfolg dieser Veranstaltung ausmacht. Die Organisatoren der Museumsnacht, bestehend aus Vertretern der beteiligten Häuser und Axel Schlemann, Initiator der Lüneburger Museumsnächte, aber auch alle weiteren Beteiligten, die die Programme umsetzten, waren mit Herz und Seele dabei. So ist es wieder einmal gelungen, einen Abend zu gestalten, der die Besucher entführte, verzauberte und in eine wohltuende, entspannte Atmosphäre eintauchen ließ, die man nicht so schnell vergisst.

So manch ein Museumsnachtbesucher hatte sich vorgenommen, das ein oder andere Museum in den nächsten Wochen auf jeden Fall noch einmal zu besuchen, um sich z.B. eine Sonderausstellung "in Ruhe" anschauen zu können - die ein oder andere interessante Abteilung tiefergehend zu betrachten oder den Familienausflug mit einem interessanten Museumsbesuch zu beginnenů- halten Sie nicht nur an diesem Vorhaben fest -setzen Sie es auch um!

Verschaffen Sie sich einen tieferen Eindruck in unserer Bildergalerie
(hr - 20. Mai 2007)


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