7. Lüneburger Museumsnacht

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7. Lüneburger Museumsnacht

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Theater, Musik, Aktionen und ganz viel Geschichte…

Eine der schönsten Nächte Lüneburgs, die Lüneburger Museumsnacht hat auch dieses Jahr gehalten, was sie seit Jahren weit über die Grenzen Lüneburgs hinaus verspricht.
Bereits zum siebten Mal ist es dem Arbeitskreis "Lüneburger Museumsnacht", bestehend aus Vertretern der sechs beteiligten Lüneburger Museen und Axel Schlemann, Initiator der Lüneburger Museumsnächte, gelungen, einen Abend zu gestalten, der die Besucher entführt, verzaubert und in eine wohltuende, entspannte Atmosphäre eintauchen lässt, die man nicht so schnell vergisst.

Das umfangreiche, vielfältige Angebot für jedes Alter ist die Grundlage dafür, dass sich jung und alt treffen, Gemeinsames erleben, Spannendes und Wissenswertes erfahren und viel Spaß miteinander haben. Überall begegneten wir begeisterten Gesichtern und erlebten einen munteren, fröhlichen Austausch über das Erlebte. Das war an jeder Ecke zu spüren, nicht nur in den Museen, sondern auch in den Straßen. Über 5000 Besucher schlenderten zu Fuß, fuhren mit dem Fahrrad oder mit dem extra bereit gestellten Kutschen-Shuttle-Service von Museum zu Museum.
Im Innenhof des Museums für das Fürstentum Lüneburg herrschte eine mystische Atmosphäre durch die Beleuchtungsaktion von Wolfgang Graemer
Im Innenhof des Museums für das Fürstentum Lüneburg herrschte eine mystische Atmosphäre durch die Beleuchtungsaktion von Wolfgang Graemer
Einige Highlights des Abends:

Wer zu etwas späterer Stunde das Salzmuseum oder das Museum für das Fürstentum Lüneburg besuchte, wurde von den angestrahlten Gebäuden angezogen. Ein mystisches Ambiente erzielte Wolfgang Graemer mit Beleuchtungsaktionen insbesondere im Innenhof der Fürstentummuseums.

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr bot das Theater Rampenlicht wieder eine Reise in die Vergangenheit an: Das Stück "Stürmt die Burg!" handelt von der Vorgeschichte zur St. Ursula-Nacht im Jahre 1371 und wurde von den engagierten Schauspielern beeindruckend präsentiert. Sechsmal zogen sie an diesem Abend mit dem begeisterten Publikum durch die Straßen Lüneburgs vom Schrangenplatz bis zum Marktplatz mit insgesamt fünf Spielstationen - ein tolles Erlebnistheater.
Die Lüneburger Stadtführer präsentierten das Stück Pfaffen, Witwen und andere Liebenswürdigkeiten! Die Lüneburger Stadtführer präsentierten das Stück "Pfaffen, Witwen und andere Liebenswürdigkeiten!" Auch die Lüneburger Stadtführer entführten ihr Publikum abermals in die Vergangenheit Lüneburgs, in das 16. Jahrhundert zurück und gaben uns damit einen Einblick in das schwere Leben der Witwen und ihrer Beziehung zu den Reitenden Dienern.

Das Stück "Pfaffen, Witwen und andere Liebenswürdigkeiten!" wurde stündlich im romantischen ehemaligen Klosterhof vor bezaubertem Publikum aufgeführt. Insbesondere die Lateinkenntnisse unser Stadtführer versetzten die Zuschauer in Erstaunen…
Ein voller Erfolg war in diesem Jahr die erstmalige Öffnung der Ratsbücherei. Wahre Schätze wurden ausgestellt, wie z.B. der Sachsenspiegel, Inkunabeln und Sternsche Bibeln. Staunend lauschten sehr interessierte Besucher den Erläuterungen dazu.

Im Historischen Rathaus Lüneburg durften auch dieses Jahr The Madrigal Minstrel Four nicht fehlen. Von ihren Gesängen aus dem Mittelalter und der Renaissance können "alte und neue" Museumsnachtbesucher nicht genug bekommen.

Musemsnachtbesucher bestaunen die alten Bücher in der Ratsbücherei
Die Gäste bestaunten die vielen Schätze in den verschiedenen Räumen und erfuhren Wissenswertes von Frau Rotraud Kahle und Stadtführer Andreas Rönnau über das Bildprogramm in der Gerichtslaube und den Kleidungen auf den Bildern. Aufmerksam lauschten die Besucher dem Stadtarchäologe Dr. Edgar Ring, der unter dem Thema "Frieden und Gerechtigkeit" die Gemälde von Daniel Frese erläuterte.

Themenführungen gab es in umfangreicher Form in allen Museen. Die Besucher erfuhren Wissenswertes, Interessantes und Spannendes über Geschichte und Geschichten der Vergangenheit.
Kinder folgen interessiert den Salzexperimenten im Salzmuseum
Kinder folgen interessiert den Salzexperimenten im Salzmuseum
Auch die "Bierverkostung" im Brauereimuseum und die Einweisung in das Geheimnis des Bierbrauens, waren ein voller Erfolg.

Das Naturmuseum ist auch dieses Jahr wieder ein Highlight für Kinder gewesen.

Das vielfältige Angebot für jedes Alter reichte von der Präsentation exotischer Tiere wie Schlangen und Vogelspinnen über Kaspertheater, Umwelt- und Naturfilmen, Gewinnspiele wie Mäuseroulette, Edelsteinsuche bis hin zu Wissenswertem rund um das Thema Natur, um nur einige Angebote zu nennen, die von den Kindern begeistert angenommen wurden.
Ein umfangreiches Angebot für Kinder gab es in allen Museen. So bot das Salzmuseum wieder interessante Experimente rund um das Salz an, das Ostpreußische Landesmuseum stellte die ganze 2. Etage für ihr Kinderprogramm "Sonne, Planeten und Sterne" zur Verfügung und vor dem Museum für das Fürstentum Lüneburg wurde dieses Jahr erstmalig mittelalterliches Treiben auf der "Marktstraße vor dem Museum" angeboten, was von jung und alt sehr gut angenommen wurde. Auch das Bogenschießen im Fackelschein durfte natürlich nicht fehlen.
Sehr gut angenommen hat das Publikum auch das vielfältige Angebot an musikalischen Darbietungen: Rock around the Clock, Bill Haley hieß das Motto im Salzmuseum. Außerdem boten die Chambers, Musik der 60er und 70er Jahre, und weitere Bands heiztem dem Publikum ein.

Polka präsentierte die Folkloregruppe "Vite" aus Klaipeda/Memel im Ostpreußischen Landesmuseum. Fasziniert lauschten die Besucher den klangvollen Stimmen und seltenen, historischen Instrumenten. Vor dem Museum begeisterten die Lüneburger Schrotttrommler schlagkräftig das Publikum.
Folkloregruppe
Folkloregruppe "Vite" aus Klaipeda/Memel
Besonders gut angekommen ist die musikalisch-literarische Reise " HALLO HERMANN !! " im Museum für das Fürstentum Lüneburg. Haye und Jan Graf nahmen die Gäste mit auf die Suche nach dem "wahren" Hermann Löns...

Wir versprochen, erlebten wir einen ausgesprochen gelungenen Abend, der für jeden etwas zu bieten hatte, was nicht zuletzt an den vielen engagierten Lüneburgern lag, die neben der Arbeitsgruppe "Lüneburger Museumsnächte" mit ihrer Kreativität und ihrem Elan zu diesem Abend beigetragen haben.
Das Theater Rampenlicht spielte das Stück Stürmt die Burg
Das Theater Rampenlicht spielte das Stück "Stürmt die Burg"
Für den Initiator der Museumsnacht, Axel Schlemann war es eine der schönsten Museumsnächte überhaupt. Er zieht folgendes Resumeé:

Die Nacht war mal wieder anders und es war die Sommerlichste:
"Es spielte sich viel mehr als bisher draußen ab, in den Straßen und vor den Museen. Dadurch war nicht nur mehr Platz für neue Ideen vorhanden, auch in den Museen drängte es sich nicht so sehr wie im letzen Jahr. Ausgelassene, fröhliche Menschen und tolle Programme: die beste Werbung für die Museen und für Lüneburg."
In diesem Jahr war das erste Mal die Ratsbücherei dabei und das Interesse war enorm. Auch der ehemalige Klosterhof vor der Jugendbücherei war eine großartige Kulisse für das Schauspiel der Stadtführer, bei dem sich jedesmal Hunderte herzlichst amüsierten - auch das ebenfalls extra für die Museumsnacht geschriebene Stück des Theaters Rampenlicht sahen sich insgesamt weit über 1000 - im wahrsten Sinne des Wortes - Schaulustige an.

Diese Beispiele zeigen dem Initiator welche Eigendynamik die Museumsnacht entwickelt. Er staunt und freut sich. "Auch die Museen, die von Anfang an dabei sind, haben sich mit neuen Ideen und viel Spaß präsentiert. Das liegt natürlich an den Menschen, die hinter dem Programm stehen und die einfach unheimlich viel Freude an der Museumsancht haben." Insgesamt ist das Programm noch lebendiger geworden und vielleicht ist auch das Publikum noch einmal etwas jugendlicher geworden, das gefühlte Durchschnittsalter erneut etwas gesunken.

Verschaffen Sie sich einen tieferen Eindruck in unserer Bildergalerie
(hr - 14. Mai 2006)


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