6. Lüneburger Museumsnacht

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6. Lüneburger Museumsnacht

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Das Geheimnis der Lüneburger Museumsnächte...
Auch die 6. lange Nacht der Museen in Folge war ein voller Erfolg
und bescherte den Machern einen neuen Besucherrekord

Lüneburger Museumsnächte sind einfach etwas Besonderes. Die bereits sechste Museumsnacht in Lüneburg in Folge hat gezeigt, dass es den Machern, der Arbeitsgruppe "Lüneburger Museumsnacht",bestehend aus Vertretern der beteiligten Museen und Koordinator Axel Schlemann, gelungen ist, altbewährte Angebote auszubauen und Neues harmonisch in das Gesamtangebot zu integrieren. Die Lüneburger Museumsnacht, als eine der ersten Veranstaltungen dieser Art weltweit, ist in den letzten Jahren - nicht nur was die Besucherzahlen betrifft - immer mehr gewachsen.
Großer Andrang in den Museen hier im und vor dem Ostpreußischen Landesmuseum Es herrschte großer Andrang in den Museen - hier: im und vor dem Ostpreußischen Landesmuseum Über 7000 begeisterte große und kleine Nachtschwärmer genossen die Angebote in den offenen Kulturstätten und die entspannte Atmosphäre, die sich in der ganzen Innenstadt, auch zwischen den Museen, verbreitete.

Bei angenehmem, trockenem Wetter wanderten oder fuhren die Besucher mit eigens für die Museumsnacht zur Verfügung stehenden Kutschen von Museum zu Museum. Durch die neuen "außermusealen" Programmpunkte "Theater und Musik" in der Innenstadt wurde der Charme der mittelalterlichen Stadt Lüneburg offensiv miteinbezogen.
Museumspädagogisch hatten die Lüneburger Museumsnächte schon immer viel zu bieten. Auffällig in diesem Jahr ist, dass das Angebot für Kinder aller Altersgruppen noch erweitert wurde und somit ein attraktives Angebot für Familien darstellte. Das ist wohl auch ein Geheimnis der Museumsnacht. Für jede Altersstufe gibt es spannende Einblicke in den Museen, die alle begeistert. Dieser kulturelle Höhepunkt ermöglicht Erfahrungen und Gespräche zwischen jung und alt und verbindet Generationen.
Axel Schlemann, Initiator und Koordinator der Lüneburger Museumsnächte erklärt den besonderen Charme der Lüneburger Museumsnacht so:

"Es ist die Stimmung in den Museen und in der ganzen Stadt. Freudig, ausgelassen, fröhlich und völlig entspannt. Trotz des sehr großen Besucherandrangs in den Museen, wodurch teilweise improvisiert werden musste, herrschte wieder eine tolle Atmosphäre, denn eines war klar: Alle bemühten sich nach Kräften den Besuchern einen schönen Abend zu gestalten."
Ausflug in die Steinzeit - eines der vielfältigen Angebote für Kinder "Ausflug in die Steinzeit" - eines der vielfältigen Angebote für Kinder
So gelang es den vielen hochmotivierten Machern durch ihr intensives Engagement, Menschen in die Welt der Geschichte und Geschichten zu entführen.
Für viel Aktion und Überraschung sorgte das Theater Rampenlicht, das ein Stück zur St.-Ursula-Nacht, in der sich die Lüneburger vor über sechshundert Jahren ihre städtische Unabhängigkeit erkämpften, aufführte. Es entpuppte sich als spannendes aktionsreiches "Theater durch die Lüneburger Innenstadt".
Geschichte aktionsreich erleben - was passierte rund um die St. Ursula-Nacht?
Geschichte aktionsreich erleben - was passierte rund um die St. Ursula-Nacht?
Die Bühne verlagerte sich mal "von vorne nach hinten" und dann auf einmal durch ganze Straßenzüge, ausgehend vom Schrangenplatz, über die Münze, durch die Apothekenstraße bis hin zur Bäckerstraße.

Was spielte sich rund um die St. Ursula-Nacht ab? Kämpfe auf den Straßen forderten die Zuschauer heraus "hinter dem Geschehen herzulaufen". Das Publikum ließ sich freudig überrascht auf das aktionsreiche Geschehen ein und dankte den Akteuren mit viel Applaus.
Von der Bäckerstraße aus konnte sich, wer noch mehr Theater wollte, zum Marktplatz begeben, um dort ein weiteres "Außenstück" zu sehen. Acht Lüneburger Stadtführer und ein Huhn präsentierten eine historische Gerichtsverhandlung im Niedergericht an der Rathausfront.

Im Rathaus selbst konnte man u.a. historischen Personen, wie dem Bürgermeister Lange oder Holzschnitzer Albert von Soest begegnen, die allerhand Wissenswertes zu erzählen hatten, genauso wie Frau Rotraut Kahle, die anhand von Gemälden spanische und andere Moden der Renaissance erklärte.
Rund um das Deutsche Salzmuseum gab es erstmalig einen historischen Jahrmarkt mit einem Kinderkarussell aus der Zeit um 1900, einer holländischen Dampfmusikorgel und einer Jahrmarkts-Bonbonfabrik. Das "Magische Trio" verzauberte jung und alt in seiner Zauber- und Feuershow.

Stimmungsvoll präsentierte sich das Museum für das Fürstentum Lüneburg. Die Beleuchtung der Exponate in der kirchlichen Abteilung waren insbesondere ab Dämmerung ein "Muss". Neben spannenden Einblicken zur Geschichte der Region, bot das Museum echtes Puppenspiel, Steinzeit-Mitmachprogramme und das Bogenschießen bei Fackelschein an.
Mit viel Einsatz und Improvisation wurde der Besucheransturm in den Museen bewältigt
Mit viel Einsatz und Improvisation wurde der Besucheransturm in den Museen bewältigt
Aus allen Nähten platzte das Naturmuseum, das auch dieses Jahr wieder ein umfangreiches Programm anbot. U.a. konnten Tiere hautnah erlebt werden. Mit dabei war wieder die beliebte Nachtgreife mit Eulen, sowie exotische Tiere wie Schlangen und Vogelspinnen.

Spannend ging es im Ostpreußischen Landesmuseum zu. Ritterspiele mit einer Mischung aus Kampf auf Leben und Tod, Action und Humor begeisterten die Großen und die Kleinen. Die Kinderaktion "Tapfere Ritter und schöne Burgfräuleins" rundete die Aktion ab und hielt dafür eine ganze Etage des Hauses für Kinder bereit.
Ein Erlebnis der beonderen Art Das Kloster Lüne leuchtet
Ein Erlebnis der beonderen Art: Das Kloster Lüne leuchtet
Traditioneller Kern des Angebots im Brauereimuseum bildeten die Führungen durch das traditionsreiche Kronenbrauhaus zu Lüneburg und die Bierverkostungen.

Eines der "Highlights" im wahrsten Sinne des Wortes war in diesem Jahr insbesondere das Kloster Lüne, das aufwendig illuminiert in ganz besonderem Glanz erstrahlte. Eingehüllt in farbiges Licht konnte ein fast schon mystisches Kloster erlebt werden. Durch Höfe und Gärten wandelnd umfloss den Besuchern eine einmalige Atmosphäre.
Diese kurzen und unvollständigen Einblicke in die Geschehnisse der 6. Lüneburger Museumsnacht stellen nur einen kleinen Ausschnitt des umfangreichen Programmes dar.
Weitere Eindrücke der 6. Lüneburger Museumsnacht finden Sie in der Bildergalerie.

Ein weiteres Geheimnis der Lüneburger Museumsnächte ist wohl auch, dass sich wieder einmal hunderte von kreativen, fleißigen, innovativen, fröhlichen und engagierten Lüneburgern gefunden haben, die für ihre Stadt das Programm auf die Beine gestellt haben.
(hr - 22. Mai 2005)


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