5. Lüneburger Museumsnacht

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5. Lüneburger Museumsnacht

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Die 5. lange Nacht der Museen...
...eine der schönsten Nächte Lüneburgs

Die 5. Lüneburger Museumsnacht am 08. Mai 2004 war eine ganz besondere Nacht und irgendwie ein bisschen anders als die vorangegangenen Museumsnächte. Groß und Klein haben diese Museumsnacht in Lüneburg genossen.
Der alte Kran am Stintmarkt in Lüneburg Der alte Kran am Stintmarkt in Lüneburg Durch das umfangreiche Programm und die Einbeziehung der historischen Innenstadt gab es dieses Jahr weniger Gedränge in den Museen wie es sonst bei bestimmten Programmen in den letzten Jahren war.
Die Museumsnacht hatte nicht zuletzt dadurch eine einmalig angenehme und intensive Atmosphäre. Der Organisator der Lüneburger Museumsnächte ,Axel Schlemann und die Arbeitsgruppe "Lüneburger Museumsnacht", bestehend aus Vertretern der beteiligten Museen bezogen dieses Jahr erstmalig den Alten Kran am Stintmarkt mit ein, der von innen besichtigt werden konnte.

Ebenfalls zum ersten Mal wurden Stadtführungen während der Museumsnacht angeboten, die einen riesigen Zulauf hatten. So verteilten sich die Besucher dieses Jahr in der ganzen Stadt. Für den interessierten Museumsbesucher bestand dadurch vielmehr die Möglichkeit sich mit den jeweiligen Themen in den Museen intensiver auseinanderzusetzen.
Die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hatten ihre Freude daran, den Gästen immer wieder Geschichte und Geschichten näher zu bringen. Die ersten Stunden der Museumsnacht wurden eindeutig vom jüngeren Publikum beherrscht. Dieses Jahr haben insbesondere Familien das umfangreiche Programm in den Museen angenommen.
Eine ganze Etage widmete das Ostpreußische Landesmuseum den Kindern. Begeistert erlebten sie Licht- und Schattenspiele an denen sie selber mitgearbeitet haben.

Das Naturmuseum ist auch dieses Jahr wieder der Anziehungspunkt für die kleinen Nachtschwärmer gewesen, Wissenswertes über Fabelwesen und "lebendes Nachtgetier" waren die dortigen Höhepunkte.

Salzexperimente gab es natürlich im Salzmuseum und das Bogenschießen im Fackelschein im Wandrahmpark vor dem Museum für das Fürstentum Lüneburg rundeten das spannende Angebot für die Kinder ab.
Begeistert erlebten die Kinder lebendes Nachtgetier im Naturmuseum Begeistert erlebten die Kinder lebendes Nachtgetier im Naturmuseum
Die Lüneburger Museumsnacht ist auch so besonders, weil die Museumslandschaft der Stadt ungewöhnlich vielfältig ist. Das Museum für das Fürstentum Lüneburg präsentiert Ur- und Frühgeschichte, Kirchliche Kunst und die Lüneburger Stadtgeschichte. Es beherbergt u.a. die Schätze der einstigen reichen Salz- und Hansestadt Lüneburg. Das Salzmuseum widmet sich wiederum speziell der salzigen Geschichte der Stadt. die Produktion der berühmten Saline wurde erst 1980 eingestellt.

Der Baubeginn des Historischen Rathaus liegt um 1230. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden immer mehr Einzelbauten, die sich zum größten Rathaus des Mittelalters in Norddeutschland zusammenfügten. Das Naturmuseum ist immer wieder nicht zuletzt durch die Angebote für Kinder einen Besuch wert. Das einzige Brauerei-Museum Norddeutschlands wurde 1985 aus dem früheren Sudhaus der historischen Lüneburger Kronen-Brauerei eröffnet.
Fluchtszene im Ostpreußischen Landesmuseum
Fluchtszene im Ostpreußischen Landesmuseum
Etwas ganz besonderes ist auch das Ostpreußische Landesmuseum. Es ist das einzige "Ostpreußische" Museum in der ganzen Bundesrepublik.

Niedersachsen wird nach dem Zweiten Weltkrieg Hauptansiedlungsgebiet von Millionen Vertriebener aus den deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße.

In der Lüneburger Region sind Anfang der 1950er Jahre so viele Ostpreußen ansässig, dass man hier zeitweilig vom "Klein-Ostpreußen in der Lüneburger Heide" sprichtů.
1958 entsteht so aus der Initiative des Forstmeisters Hans-Ludwig Loeffke und anderer Ostpreußen das Ostpreußische Jagdmuseum im Lüneburger Alten Kaufhaus am Alten Kran. 1994 geht die Trägerschaft des Museums vom Verein Ostpreußisches Jagd- und Landesmuseum e. V. auf die Ostpreußische Kulturstiftung über.
Das Kloster Lüne mit Teppichmuseum, das bei der diesjährigen Museumsnacht nicht mit dabei war, rundet die vielfältige museale Landschaft Lüneburgs ab. Es lohnt sich auch außerhalb der beliebten Museumsnacht dieses vielfältige Bildungsangebot in Lüneburg zu nutzen.

Besucherrekorde meldeten laut Axel Schlemann das Naturmuseum, Salzmuseum und das Rathaus. Ob insgesamt ein neuer Rekord von über 6000 Besuchern aufgestellt wurde, kann Schlemann auf Grundlage der bisher vorliegenden Zahlen noch nicht sagen, hält es aber nicht für unwahrscheinlich. Zur vergangenen Nacht sagte Schlemann:
"Was da passiert ist, ist fantastisch.
Während ein Bus zur Fledermausexkursion vor dem Naturmuseum abfuhr, erklärte der wiederauferstandene Renaissance-Schnitzer Albert von Soest seine Kunstschnitzereien im Rathaus, brach eine Stadtführung Richtung Wasserviertel und Kran auf, übten sich Kinder im Schattentheater im Ostpreußischen Landesmuseum, sang der Chor Ohregano im Salzmuseum, verköstigten durstige Nachtschwärmer verschiedene Biersorten im Brauereimuseum, erklang Geigenmusik im Fürstentummuseum, zuckelten vollbesetzte Kutschen durch die alten, schmalen Gassen, besetzten Museumsnachtbesucher die Cafés in der Schröderstraße undundund.

Mit dieser Museumsnacht und ihren ungefähr fünfzig Stunden Programm haben alle Aktiven dieser Veranstaltung ihr Meisterstück abgeliefert.
Rottraut Kahle überraschte dieses Jahr mit einer Herrenrunde
Rottraut Kahle überraschte dieses Jahr
mit einer "Herrenrunde"
Und die Stadt war wieder einmal für einen Abend anders, bunter, besonderer." Und das muss immer wieder betont werden: Es waren einmal mehr hunderte von kreativen, rührigen, fleißigen, innovativen, fröhlichen, engagierten Lüneburgern, die für ihre Stadt dieses Programm auf die Beine gestellt haben.
Und das beste Programm läuft vor leeren Rängen, wenn niemand davon erfährt. Dass die Menschen von dieser Museumsparty für Groß und Klein wußten, dafür muss man allen Medien und Journalisten in Stadt und Land danken. Sie alle haben - ohne Ausnahme - ausführlich und positiv im Vorfeld berichtet. Besonderer Dank gebührt dabei den Medienpartnern Radio ZuSa, Landeszeitung und Luene-Info.

Aber auch die überregionale Presse hat auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. So begrüßten beispielsweise die Stadtführer Gäste aus Celle, Hannover, Bremen, Nordrhein-Westfalen u. Schleswig-Holstein. Daran erkennt man, dass die Lüneburger Museumsnacht nicht nur ein einmaliges Angebot für Erwachsene und Kinder darstellt, sondern auch die allerbeste Werbung für unsere Museen und für die ganze Stadt ist.
Die Frage, ob der fünften Lüneburger Museumsnacht denn eine sechste folgen werde, stellt sich nach diesem unglaublichen Erfolg wohl kaum.

hr - 09. Mai 2004


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